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Salzgitter
Salzgitter is a relatively young town, celebrating its 66th birthday in 2003. Even so, in 1953, the local discovery of a 2000-year-old smelting oven in the Salzgitter area proved the importance of iron ore smelting to the region, even before the town’s rebirth in 1937. In fact, Salzgitter’s history is closely related to its natural resources. Salt and iron ore have influenced the development of the Salzgitter region for centuries.

While salt, the source of its early prosperity, is now less important to the community, the modern town of Salzgitter owes much to the foundation of the “Reichswerke fur Erzbergbau and Eisenhutten” in 1937. In time this became the Salzgitter Group of Steele Companies - the third largest steel producer in Germany.

After the Second World War, more than 45,000 refugees moved to Salzgitter. This influx, together with the fact that the occupying powers of the time were dismantling all the industrial plants, caused a great deal of unemployment and Salzgitter was declared a depressed area. In 1950 the workers formed a sit-in demonstration on the foundations of the steelworks (which were due to be demolished) in order to prevent their destruction. This was the turning point for the town!

Salzgitter is now a dynamic new town that made its way through difficult times to a confident future. Much like Swindon, Salzgitter has reinvented itself to face the challenges of a changing industrial environment and to build a prosperous and thriving town. These parallels with Swindon’s industrial and commercial past demonstrate just how appropriate and important the agreement to twin has been for both communities.


Information von meiner Heimat Stadt Salzgitter - Lebenstedt in Deutschland

  • Lebenstedt war, ehe es in der neuen Stadt aufging, ein Dorf wie viele andere in der Umgebung. Einst wurde es Lauenstede, Leuenstede, Levenstede geschrieben. 1129 wird es als Livenstede zum ersten mal urkundlich erwähnt. Ob der erste Teil des Namens - Liv oder Lev - gleich Löwe zu setzen ist, bleibt ungewiß. Sicher ist, das der Ritter Johann Pil von Lauenstede 1303 ein entsprechendes Wappen mit drei Löwenköpfen führte. Dieses Geschlecht der von Lauenstede oder Levenstede gilt als Gründer des Ortes. Es hat sich hier am Schölkebach niedergelassen und in der Nähe der heutigen Klunkau einen festen Hof angelegt. Im Südwesten war die Siedlung durch die Fuhseniederung gedeckt, entgegengesetzt gab der Marienbruch Schutz. Bereits im Jahre 1350 erlosch dieses Rittergeschlecht im Mannesstamme und die Familie von Gadenstedt, die in verwandschaftliche Beziehung zu denen von Levenstedt getreten war, übernahm den Walhof. Aber auch sie gab den Besitz bald wieder ab. Es blieb ihr allein das Kirchenpatronat, das sie bis 1925 inne hatten. Letztlich war die Hofstelle unter dem Namen Schweinehof bekannt. Seine Reste mußten in unseren Tagen dem Neubau Lebenstedts weichen. Um die wuchtige Fachwerkskonstruktion des alten Wohnhauses für die Nachwelt zu erhalten, wurde die Wand mit der Querbalkeninschrift wieder hergestellt und ihr im Innenhof des Hauses der offenen Tür des Jugendzentrums Salzgitter ein Platz eingeräumt. Auf dem Balken steht zu lesen: "Anno 1675 hat Henning Ehst Obervogt zum Lichtenb. und seine Frau Jeveke Tohmas dieses Haus bauen lassen durch M. Heinrich Arens Amptszimmermeister".
  • In Richtung zur Engelnstedter Grenze, im Umkreis der heutigen Marienbruchstraße-Gewerbestraße, hat es noch ein Klein-Lebenstedt gegeben, das im 30jährigen Krieg zerstört wurde, was die Bewohner wohl veranlaßte, sich im größeren Ort niederzulassen. Vermutlich ist durch diesen Zuzug die alte Kapelle verändert worden. Die Kirche des heiligen Andreas ist ein Neubau aus dem Jahre 1856. Östlich der Kirche befand sich der Thie. Der baulich jüngste Teil des Dorfes ist die neue Straße, die dem südwestlichen Ortsrand angefügt und dorfseits mit 10 gleichartigen zweigeschossigen Häusern in Giebelstellung erbaut wurde. An die alte Zeit erinnert noch der Thieberg. Auf ihm lag die Thingstätte unserer Vorfahren, auf der sie zusammenkamen, um ihre Gemeindebeschlüsse zu fassen.
  • Wilmer berichtet, das um das Dorf an Süd-, West- und Nordseite ein hoher natürlicher Damm führte, der mit Bäumen und Büschen bewachsen war und sicher als Windschutz diente. Im Westen, an der Fuhse und Schölke, lag der Anger, die Kuh- und Schweineweide. Im Umkreis des Dorfes standen mehrere Windmühlen: eine am Weg von Salder nach Engelnstedt, eine gegenüber dem heutigen Kranich-Gymnasium und eine nördlich nach Broistedt zu. Die letztere wurde aber schon in den achtziger Jahren des vorigen Jh. abgebrochen. Eine weitere Erinnerung an die dörfliche Zeit Lebenstedts ist auch der flache Teich im Stadtpark. Er ist nicht durch neuzeitliche Erdabtragung entstanden, sondern durch unterirdisches Abschmelzen eines Salzstockes. Das wie erzählt wurde, dabei ein pflügender Ackersmann mit seinem Gespann abgesunken sei, darf in Zweifel gezogen werden.
  • Zwischen Lebenstedt und Salder führte eine kleine Brücke über die Fuhse. Sobald es Abend wurde, gingen hier die meisten Leute nur ungern entlang. Hier spukten dann nämlich brennende Geister, Tückeboten, herum. Auch trieb hier ein schwarzer Hund, der Sleptewe, sein Unwesen. Manch einem ist er auf die Kiepe gehuckt, so daß dieser unter der schweren Last zusammengebrochen wäre und nur mit Mühe das Dorf erreichte.
  • Dies hat sich nach dem Krieg grundlegend geändert. Inzwischen befindet sich in dem 1963 eingeweihten neuen Rathaus (Grundsteinlegung 1959, Richtfest 1960) das Verwaltungszentrum der Stadt Salzgitter. Nur wenige Schritte sind es, um ins alte Dorf zu gelangen.
  • Östlich von Lebenstedt - auf dem Weg nach Hallendorf - liegt ein kleines Wäldchen die Gräberstätte Jammertal. Dort liegen 2970 Menschen aus ganz Europa, Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in der Zeit von 1939-1945.

Was bietet Lebenstedt?

  • Lebenstedt ist der wirtschaftliche und verwaltungsmäßige Mittelpunkt der Stadt, mit verkehrsfreien Fußgängerpassagen und guten Einkaufsmöglichkeiten, mit vielen modernen Bauten neben kleinen Inseln der ländlichen Vergangenheit.
  • Eine besondere Attraktion ist der Salzgittersee (75 ha Wasserfläche). Wer um ihn wandern will muss sieben bis acht Kilometer gehen. Es sind herrliche Wege am unverbauten See. An den Ufern liegen nur sportliche Anlagen.
  • Das es Behörden, Ämter, Banken, Versicherungen, ein Frei- und Hallenbad, ein Eisstadion, viele Sportanlagen und viele Grünanlagen gibt, ist für die Stadt fast eine Selbstverständlichkeit.
  • Dort, wo die Krähenriede in die Fuhse mündet, am geschützten östlichen Hang der Urinnerste hat vor der herannahenden Eiszeit eine geschlossene Jägerhorde (50-60 Menschen) ihren Lagerpatz gehabt. Man schätzt dieses Jägerlager von Lebenstedt auf ein Alter von 48 000 Jahren.
  • Im Jahre 1952 baute die Stadt Salzgitter die Kläranlage bei Salzgitter-Lebenstedt. Als Bagger bei der Arbeit waren und die Erde aushuben trat in einigen Metern Tiefe etwas Einmaliges zutage. Man machte einen Fund, der nicht nur die Salzgitter-Bürger herbeilockte, sondern der auch Aufsehen in der Fachwelt hervorrief. Ein eiszeitliches Jägerlager wurde entdeckt. Mit diesem Fund war der Beweis erbracht, daß in der Altsteinzeit Menschen in unserem Stadtkreis gelebt haben. Faustkeile wurden freigelegt, die die Jäger als Schlagwaffe gegen die großen Tiere benutzten und die dazu dienten, Markknochen und Schädel aufzuschlagen, um an das Mark oder Gehirn zu kommen. Der Mensch fertigte Spitz-, Schmal- und Breitklingen wie auch Schaber, mit denen er Tiere auftrennen, Muskeln von den Knochen lösen, Sehnen freilegen und Fleisch, Haut und Fell schneiden konnte. Hunderte solcher Knochenwerkzeuge brachte die Grabungsgemeinschaft zutage. Als besondere Ausgrabungsstücke sind Waffen aus Knochen anzusehen, so der Geweihteil eines Ren mit dem daran sitzenden Schödelbruchstücken (Rengeweihkeule) und die 60-70 cm langen am Ende auf etwa 10 cm angespitzten Rippenknochen des Mammuts, die wohl als Knochendolche im Nahkampf verwendet wurden. Eine Fundseltenheit stellt ein kleiner 6,5 cm langer Knochenteil dar, der wahrscheinlich als Spitze auf einem Speer gesessen hat (Mammutrippendolch). Mit all diesen Waffen und Geräten ging der Mensch den Tieren zu leibe, denn er war ein Wildjäger. Seine Hauptnahrung war das Fleisch. In bescheidenem Maße nur wird er zur Ernährung seine Nahrung gesammelt haben, was die Tundra bot: Vogeleier, Früchte, Beeren und ausgewählte Pflanzen. Die Knochenfunde zeugten von hier lebenden Wisenten, Wildpferden, Mammuttieren und vor allem vom Ren, den 72% aller Knochen stammten von ihm. Im Heimatmuseum Salder sind viele Ausgrabungsstücke zu sehen. Ein bedeutender Fund ergab sich später. Am Grabungsort ließ sich die Einordnung aller gefundenen Knochen nicht mehr durchführen. Sie wurden in Kisten verpackt, mitgenommen und später ausgewertet. Es wurde von Fachgelehrten unter den Knochen ein menschliches Hinterhaupt entdeckt, das einwandfrei einem Angehörigen der Rasse der Neandertaler zuzuschreiben ist. Mit den Ergebnissen der sorgfältigen großangelegten Ausgrabungen wurde eine Zeit lebendig gemacht, die viele Tausende von Jahren zurückliegt, als noch mehrere lange Eiszeiten über Nord- und Mitteleuropa hingingen

Blick in die Chronik

Um 50000 v. Chr.:
Altsteinzeitliche Menschen jagen im Salzgittergebiet Rentiere und fangen Nashorn und Mammut in Fallgruben. Sie fertigen einfache Geräte aus Holz, Knochen und Feuerstein. Sie weichen der anrückenden letzten Eiszeit, die für ganz Niedersachsen arktisches Klima bringt. Ihr Sommerlager bei Lebenstedt wird 1952 wissenschaftlich ausgegraben.

Um 10000 v. Chr.:
Das Eis ist zurückgewichen. Die Pflanzen kommen und mit ihnen die Tiere und Menschen. Ihre in die Thieder Gipsbrüche eingeschwemmten Knochen - vorwiegend solche des Mammuts - und Geräte werden 1817 bei Ausräumungsarbeiten entdeckt.

Um das Jahr 0:
Eisenerzsuchende Germanen entdecken die salzgitterschen Erze, die sie schmelzen und schmieden. Ein Schmelzofen dieser Periode - etwa 1 Meter hoch - ist 1943 am Strauchholz ausgegraben worden. Er entstammt dem ausgehenden 3. Jahrhundert.

772 - 804:
Die Kriege Karls des Großen gegen die Sachsen. Sie werden gewaltsam zum Christentum bekehrt. In der Folge bilden sich im nördlichen Harzvorland das Bistum Hildesheim und das Herzogtum Braunschweig.

Um 924:
Erbauung der Burgen Steterburg und Kniestedt unter König Heinrich I. Herzog von Sachsen, der den Beinamen "Der Vogler" trägt. Im Gebiet der Burg Kniestedt werden 1956 ein Schmelzofen mit Bleischlacken und ein Kurzschwert ("Sachs" genannt) aus dem 10. Jahrhundert gefunden.

919 - 936:
Heinrich I. regiert als Kaiser das Deutsche Reich. Er war mit Mechthildis, Gräfin von Ringelheim, vermählt. Wahrscheinlich fällt in diese Zeit die Gründung des Klosters Ringelheim als "Königliche Abtei". Mit Mechthildis scheint das Geschlecht derer von Ringelheim erloschen zu sein.

1003:
Die Witwe Hathwig des Grafen Altmann von Ölsburg, deren Ehe ohne männliche Nachkommen geblieben war, gründet auf dem Gutshof Steterburg ein Jungfrauenkloster.

Um 1150:
Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, erbaut auf dem Lichtenberg eine Burg zum Schutz der Handelsstraße nach Braunschweig.

1151:
Die Königliche Abtei Ringelheim wird als adeliges Jungfrauenstift aufgehoben, 1152 in ein Männer-(Benediktiner)-Kloster umgewandelt und dem bischöflichen Stuhl Hildesheim unterstellt.

1154:
Die Burg Gebhardshagen wird als "hus to dem Haghen" erstmals urkundlich erwähnt.

1180:
Kaiser Friedrich Barbarossa erobert nach der Ächtung Heinrichs des Löwen die Burg Lichtenberg.

1205 - 1208:
Die welfische Burg fällt in die Hand der hohenstaufischen Gegenpartei, die die Reichsstadt Goslar gegen die Welfen schützt.

1225:
Erste Erwähnung einer Saline zu Gitter, an der das Kloster Steterburg wesentlich beteiligt ist.

1273:
Die Solquelle bei Salzgitter versiegt trotz aller Bemühungen der Mönche des Klosters.

1276:
Erste Erwähnung der Saline Vöppstedt.

1292:
Bischof Siegfried II. von Hildesheim (1279 - 1310) erbaut auf dem Lewerberg die Lewerburg, heute Liebenburg genannt, als Gegengewicht gegen die welfische Burg Lichtenberg. Versuche der Lichtenberger Besatzung, diesen Bau mit Waffengewalt zu verhindern, misslingen.

Um 1350:
Die Vöppstedter Salzbauern verlegen ihren Wohnsitz in den Salzsumpf, erhalten die Stadtrechte und dazu das Recht, die Stadt mit Mauern, Gräben und Wall zu schützen. Die neue Siedlung erhält den Namen "Solt to Gytere", das heutige Salzgitter-Bad.

1393:
Das Jahr der "Letzten ehrlichen Ritterschlacht". Hans von Schwichelt aus Flachstöckheim und Kurt von Steinberg schlagen bei Beinum den Herzog Friedrich von Braunschweig. Sie fallen jedoch in einen Hinterhalt, der ihnen von 900 Reitern des Kurfürsten von Sachsen gestellt ist.

1406:
Des Bischofs Johann von Hildesheim Mannen, Heinrich von Bortfeld und Burghard von Cramm, zerschießen die Mauern der Burg Gebhardshagen und nehmen sie ein. Die Pfandinhaber Jan und Burchhard von Saldern, erhalten den Auftrag, das Zeughaus, den Roten und Grauen Turm wieder aufzubauen.

1481 - 1486:
Die Bierfehde. Bischof Barthold von Hildesheim verlangt eine außerordentliche Biersteuer von seinen Untertanen, um die Schulden des Hochstiftes mindern zu können. Er findet zwei mächtige Gegner: die ritterlichen Pfandinhaber der Stiftsburgen und die Städte. Dem Städtebündnis schließt sich die Stadt Salzgitter nicht an. 1481 wird sie von goslarschen und braunschweigischen Bürgern belagert. Zerstört werden u.a. die Marienkirche auf dem Marienplatz und die Jacobuskirche am Ostwall.

1486:
Während die "Hölzerne" Marienkirche nicht wieder aufgebaut wurde, wird 1486 mit dem Neubau der Jacobuskirche begonnen. Für zukünftige Fälle wird sie mit Mauer und mit einem breiten Graben umgeben.

1493:
Die Schlacht bei Bleckenstedt. 1492 versucht Herzog Heinrich der Ältere von Braunschweig die Stadt Braunschweig auszuhungern, um sie endgültig für sich und sein Haus zu gewinnen. Der Niedersächsische Städtebund beauftragt 1493 die Stadt Hildesheim, die Not leidende Stadt mit Lebensmitteln und Brennholz zu versorgen. Bei Bleckenstedt treffen die Städter auf den Herzog, der geschlagen wird. Die Versorgung der Stadt Braunschweig gelingt.

1518 - 1522:
Die Hildesheimer Stiftsfehde beginnt durch das Geschlecht von Saldern, die brennend und raubend in das Hochstift einfallen. Es entwickelt sich ein Krieg, in den die meisten niedersächsischen Fürsten hineingezogen werden. Die Herzöge Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg, Heinrich von Wolfenbüttel und Erich von Calenberg sowie der Bischof Franz von Minden kämpfen gegen den Bischof Johann von Hildesheim, den Herzog Heinrich den Mittleren von Lüneburg und gegen die Grafen von Schaumburg, Diepholz und Hoya. 1518 versucht der Bischof, die Burg Lichtenberg im Handstreich zu nehmen. Die Besatzung schlägt die Angreifer zurück.

1522:
Kaiser Karl V. spricht den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg den Sieg zu und genehmigt die Inbesitznahme des so genannten "Großen Stiftes". Den Bischöfen verbleibt lediglich das "Kleine Stift".

Nach 1522:
Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig enteignet die Bürger Salzgitters, die eine Salzkote besitzen. Er lässt das Herz der Stadt demontieren und erbaut hier eine für die damalige Zeit moderne Saline. Die neue Saline erhält den Namen Salzliebenhall und wird eine selbstständige Gutsgemeinde.

1552:
In der Fehde des Herzogs Heinrich des Jüngeren von Braunschweig und dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg zerstören die Geschütze des Grafen Vollrad von Mansfeld die Burg Lichtenberg. Ein Merianischer Stich von 1650 zeigt die zerschossene Torseite und den dem Augenschein nach gesprengten Bergfried.

1565:
Hexenverbrennung: Unter Herzog Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig werden "an einem Tage verbrannt für Lichtenberg und Salzgitter 17 Hexen".

1568:
Einführung der Reformation. Weil die Dörfer des großen Stifts seit 1522 zum Herzogtum Braunschweig gehören, wird auch in ihnen die Reformation durchgeführt.

1569:
Das Nonnenkonvent des Klosters Steterburg tritt zum Protestantismus über. Das Kloster wird freiweltliches Stift.

1578 - 1587:
Die Pest wütet. Sie bricht in zwei Häusern und der Badestube Ringelheim aus.

1589 - 1613:
Herzog Heinrich Julius von Wolfenbüttel verkauft den salzgitterschen Bürgern das Brauhaus und die drei Gaststätten, die sein Vater Heinrich der Jüngere widerrechtlich genommen hatte. Er weigert sich jedoch, die Saline zurückzugeben.

1602:
Im Kampf des Herzogs Julius gegen die widerspenstige Stadt Braunschweig plündern die Städter mitsamt ihren Söldnern u. a. Beddingen, Bleckenstedt, Bruchmachtersen, Drütte, Engelnstedt, Hallendorf, Heerte, Immendorf, Lebenstedt, Lesse, Lichtenberg, Osterlinde, Reppner, Salder und Thiede.

1618 - 1648:
Der Dreißigjährige Krieg erreicht dieses Gebiet 1626. Das Kriegsziel des Kaisers ist, das unter den Braunschweigern reformierte "Große Stift" wieder den Bischöfen und damit der Gegenreformation zuzuführen. Die Region wird Schauplatz zweier Schlachten.

1626:
Der dänische König Christian IV, Führer der protestantischen Armee, liegt in der Festung Wolfenbüttel. Wallenstein hat sein Lager bei Liebenburg und Tilly das seine bei Oelber am weißen Wege. Es kommt zum so genannten "kleinen Krieg", der den Bauern Gut und Blut kostet. - (27.8.) Schlacht bei Lutter am Barenberg. Die Protestanten werden von den vereinigten Truppen Wallensteins und Tillys vernichtend geschlagen. Der berühmte General Fuchs fällt und wird auf seinen eigenen Wunsch an dem Ort seiner Verwundung beigesetzt. Christian IV gelingt es mit knapper Not, der Gefangenschaft zu entgehen. Im Kloster Ringelheim wird er gesund gepflegt.

1641:
Die Kaiserlichen Truppen halten bis 1643 die Festung Wolfenbüttel besetzt.
Die Schlacht bei Thiede um die Festung Wolfenbüttel. Um endlich ihre Festung und Residenz Wolfenbüttel wiederzugewinnen, verbünden sich die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg mit den Schweden, Franzosen und Hessen. Die kaiserliche Armee unter dem Erzherzog Leopold Wilhelm und Feldmarschall Piccolomini wird verstärkt durch 6000 Bayern unter dem Feldzeugmeister Baron Mercy. Erzherzog Leopold Wilhelm und Piccolomini nehmen ihr Quartier im Schloss Salder. Die Schweden hatten den Thieder Lindenberg und Thiede besetzt. Die Schlacht, die in der Hauptsache aus dem Angriff des bayerischen Hilfskorps auf den stark befestigten Lindenberg bestand, blieb unentschieden. Die Schweden rückten ab, die Herzöge sind nunmehr zum Frieden mit dem Kaiser bereit. Aus der Schlacht stammen die "Schwedengräber" im Beddinger Wald. Ein Kopfverletztenlazarett der Bayern war im alten Barumer Edelhof.

1641/1642:
Der Goslarer Accord bringt dem Herzogtum Braunschweig den Frieden mit dem Kaiser. Die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg erklären sich bereit, das "Große Stift", das ihrem Geschlecht vor 120 Jahren als kaiserliches Lehen zugefallen war, an das Bistum Hildesheim zurückzugeben. Ein Religions- und Nebenrezess bestimmt, "das weder die Katholiken noch die Augsburgischen Konfessionen verwandten einer der anderen der Religion willen hassen, übel nachreden oder auch einigerley weise verfolgen oder schimpfieren sollen". Das Kloster Ringelheim wird den Benediktinern zurückgegeben, die Burg Liebenburg mit katholischen Beamten besetzt. Dadurch entstehen neue katholische Kirchengemeinden.

1658:
Der Aufbau der Salzstadt Salzgitter beginnt mit der Wiederherstellung der Vöppstedter Kirche als Totenkirche und der Windmühle auf dem Windmühlenberg. Die völlig ruinierten Stadttore werden notdürftig repariert.

1691:
Die Herzöge Rudolf August und Anton Ulrich erheben das freiweltliche Stift Steterburg zu einem freiweltlichen adligen Jungfrauenstift.

1756 - 1763:
Siebenjähriger Krieg. Herzog Carl I. von Braunschweig-Lüneburg ist der Schwager Friedrichs des Großen und sein Verbündeter. 1757, 1760 und 1761 fallen darum die Franzosen in das Gebiet ein und brandschatzen es.

1758:
Der Schwicheldtsche Gutshof in Flachstöckheim dient dem berühmten Prinzen Heinrich von Preußen als Hauptquartier. Auf seine Veranlassung wird von französischen Kriegsgefangenen bei dem Gut ein Rokokogarten angelegt, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einen englischen Garten umgewandelt wurde.

1761:
Das französische "Codenvinsche Corps" steht vor Salzgitter. Es entsteht eine ungeheure Teuerung. Das Amt muss den Franzosen 20000 Taler Schaden zahlen. Junge und alte Leute werden zu Kriegsdiensten gezwungen.

1803:
Die geistlichen Fürstentümer in Deutschland werden säkularisiert. Das Stift Hildesheim fällt an Preußen. Das Kloster Ringelheim wird aufgehoben. König Friedrich Wilhelm III. übergibt es seinem Feldmarschall Graf von der Schulenburg-Kehnert, der es seiner Tochter, der Fürstin von Hatzfeld-Drachenberg, als Mitgift überlässt.

1806 - 1815:
Die napoleonischen Kriege. Nach der Schlacht bei Jena und Auerstädt ziehen Teile der geschlagenen preußischen Armee auf der jetzigen Bundesstraße 248 nach Norden. Der französische Oberst la Chaise nimmt Salzgitter in Besitz und wird ihr Kommandant. Er lässt die Vöppstedter Totenkirche von allen Geräten räumen und macht sie zum Militärgefängnis. Als solches hat sie bis zum Jahre 1815 gedient. Seit diesem Tage überließ man sie dem Verfall.

1808:
Das Königreich Westfalen entsteht durch Napoleons Machtanspruch. Zu ihm wird das ehemalige Bistum Hildesheim und das Herzogtum Braunschweig geschlagen, das dadurch zum ersten Male seit seiner Entstehung unter eine Fremdherrschaft gerät. Sie dauert faktisch bis zum Jahre 1813.

1813:
Nach der Schlacht bei Leipzig mobilisiert Georg III., König von England und Hannover, seine Landeskinder und die Bewohner des ehemaligen Bistums Hildesheim, das 1803 an Preußen gefallen war. Sie werden in "Landwehrbataillonen" zusammengezogen und ausgebildet. Eines dieser Bataillone in roten Röcken hat seine Garnison in Salzgitter. Es hebt seine Mannschaften in den Ortschaften des späteren Kreises Goslar aus. 1815 ist dieses Bataillon an der Schlacht bei Waterloo beteiligt. Um 1910 überträgt Kaiser Wilhelm II. die Tradition des Salzgitterschen Bataillons dem 1. Hannoverschen Infanterie-Regiment "Prinzessin Albrecht von Preussen" in Hannover.

1815 - 1906:
Die Salzgitterschen Musikanten, die Klesmer, gehen in die Welt. Durch das Erliegen des Spinnens und Webens im gesamten Südhannover geraten die Häuslinge und Handwerker dieses Gebietes in Not. Sie wenden sich der Musik zu und erobern mit ihr die europäischen Staaten, Nord- und Südamerika und Australien. Mit den "Salzgitterschen" Musikanten ziehen Einwohner aus 86 südhannoverschen und braunschweigischen Städten und Dörfern in die Welt.

1847:
In diesem Hungerjahr lässt der Graf Adolf von der Decken als Notstandsarbeit den berühmten Ringelheimer Park anlegen.

1848:
In allen Orten des Gebietes bilden sich im Revolutionsjahr 1848 Einwohnerwehren, die von Salzgitter und Ohlendorf beabsichtigen, das Schloss Liebenburg zu stürmen, um Gefangene zu befreien. Daraufhin wird die Vogtei Salzgitter mit ihren Dörfern strafweise mit Militär belegt.

1856:
Die erste Bahn im Stadtgebiet, die von Börßum nach Kreiensen, ist fertig gestellt. Im selben Jahr verkaufen Rat und Verwaltung der Stadt Salzgitter ihr Rathaus am Markt (der jetzige Ratskeller in Salzgitter-Bad) an einen Gastwirt.

1861:
Der noch 21 Meter hohe Bergfried der Burg Lichtenberg wird niedergelegt.

1866:
Im so genannten "Deutschen Einigungskrieg" schließt sich der König von Hannover Österreich und den deutschen Südstaaten an. Die Preußen besetzen darum das Königreich, das ihnen im Frieden zu Prag endgültig zugesprochen wird. Damit werden die ehemals hannoverschen Lande und Ortschaften preußisch. Das ehemalige Bistum bildet nunmehr den Regierungsbezirk Hildesheim. Das Herzogtum Braunschweig war in diesem Kriege neutral geblieben und blieb darum in seinem Bestand erhalten.

1868:
Emil Langen aus Solingen (1824 - 1871) errichtet am Gittertor in Salzgitter die "Aktiengesellschaft Eisenwerk Salzgitter" mit vier Hochöfen, Kokereien und Gießhallen. Am 30.9.1871 verunglückt er tödlich durch eine Hochofenexplosion.

1874:
Das Eisenwerk wird das Opfer des Wiener Bankkraches.

1872:
Die erste Bohrung auf Kalisalze im heimischen Gebiet wird im Gipsbruch bei Thiede niedergebracht.

1885:
Die Gewerkschaft Thiederhall bei Thiede bringt den ersten Schacht nieder, und die Bahn Derneburg-Lichtenberg-Salder-Braunschweig wird gebaut.

1892 - 1893:
Restaurierung der Ruine Lichtenberg und Neubau des Turmes.

1896:
Die Gewerkschaft "Schlüssel" tauft auf dem Greif bei Salzgitter einen Schacht auf Kali, der mit 1.075-Meter-Sohle zu seiner Zeit der tiefste Salzschacht der Welt ist. Die Nachricht, dass am 27.3.1905 auf der 1.075-Meter-Sohle das langgesuchte abbauwürdige Kalilager gefunden ist, wird abgelöst durch die Schreckensbotschaft, dass das Werk durch einen Laugeneinbruch versoffen sei.

1911:
An der Worthla bei Flachstöckheim wird der Schacht des Kaliwerkes Friedrichsrode niedergebracht, in Salzgitter-Bad wird das neue Badehaus erbaut.

1920:
Herzog Ernst August von Braunschweig verkauft die Saline an die "Saline Liebenhalle GmbH Hannover". Die Saline verkommt und wird in einzelnen Bauwerken 1934 zwangsversteigert.

1922:
Der weit über Deutschland bekannte Bohrunternehmer Anton Raky verlegt den Sitz seiner Firma von Erkelenz nach Salzgitter. Er baut am Windmühlenberg Hallen und Gebäude, die 1937 die Keimzelle der Reichswerke werden.

1924:
Die Kaliwerke Thiederhall bei Thiede und Friedrichsrode bei Flachstöckheim werden auf Grund des Gesetzes über die Kaliwirtschaft vom 24.9.1919 "Schließung von Kalibergwerken" stillgelegt.

1937:
Gründung der Reichswerke (15.7.).

1939 - 1945:
Der Zweite Weltkrieg mit 1.111 Luftwarnungen. Während die Hütte häufig angegriffen wird, bleiben die Wohnsiedlungen verhältnismäßig verschont.

1939:
(1.4.) Steterburg wird nach Thiede eingegliedert

1942:
(1.4.) Die Gründung der Stadt Salzgitter aus sieben Ortschaften des ehemaligen preußischen Kreises Goslar und 21 des braunschweigischen Kreises Wolfenbüttel wird am 1. April 1942 durch den Reichsstatthalter von Anhalt und Braunschweig, Jordan, verfügt. Sie erhält den Namen Watenstedt-Salzgitter.

1945:
(10.4.) Amerikanische Truppen nehmen nach stundenlangem Artilleriebeschuss die Stadt und die Hütte ein.

1949:
(12.8.) Die interalliierte Reparationskommission in Brüssel gibt neun Hochöfen, das Walzwerk, das Stahlwerk, die Gießerei und zahlreiche Nebenanlagen zur Demontage frei.

1950:
Die interalliierte Anweisung zur Entmilitarisierung des Salzgittergebietes ordnet die Sprengung von 90% aller Hochbauwerke der Hütte einschließlich ihrer Fundamente an. Gegen diese Anordnung erheben sich die Arbeiter des Werkes. Ihre spontane Handlung ist der Beginn der Einstellung der Demontage in Deutschland überhaupt.

1960:
Ansiedlung des Blaupunkt-Werkes in Lebenstedt, heute Bosch.

1961:
Die "Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen" in Salzgitter nimmt ihre Arbeit auf. Die Erfassungsstelle hat die Aufgabe, Hinweisen auf Gewaltanwendung an den Grenzen und im Strafvollzug der DDR nachzugehen und Beweismittel darüber zu sammeln.

1961 - 1962:
Der Salzgittersee bei Lebenstedt entsteht. In seinem Kiesgrund finden sich beachtliche Reste von Mammut, Wisent, Auerochs und Nashorn.

1963:
Das mit 15 Millionen DM erbaute Rathaus wird am 19.10. eingeweiht. Die Grundsteinlegung war am 26.10.1959.

1966:
Am 7.4. wird das städtische Krankenhaus Salzgitter-Bad seiner Bestimmung übergeben. Das Hallenbad Thiede wird am 12. November eröffnet.

1968:
Die Stadt erhält ihr zweites Hallenbad in Lebenstedt.

1969:
Bau des Volkswagenwerkes in Beddingen.

1972:
Das Thermal-Solewellenbad am Greifpark in Salzgitter-Bad wird der Öffentlichkeit übergeben. Das 1911 erbaute alte Badehaus wird abgerissen. MAN übernimmt die Anlagen vom Traditionsunternehmen Büssing in Watenstedt.

1974:
Im Zuge der Gebietsreform werden der Stadt Salzgitter die ehemals selbstständigen Gemeinden Sauingen und Üfingen (Landkreis Wolfenbüttel) zugeordnet. Ab 1.3. hat die Stadt Salzgitter nicht mehr 29, sondern 31 Stadtteile.

1975:
Der Salzgittersee ist in der geplanten Größe von 75 Hektar fertig gestellt. Die ersten Baggerarbeiten begannen im Oktober 1960. Die Ausdehnung des Sees beträgt in Nord-Süd-Richtung 2.120 Meter (Regattastrecke) und in West-Ost-Richtung 800 Meter. Die Insel im See umfasst 22 Hektar. Das größte Freizeit- und Erholungsgebiet der Stadt steht damit im gesamten Umfang der Bevölkerung der Stadt und des weiten Umlandes zur Verfügung.
Partnerschaft mit der englischen Stadt Swindon. Es folgen Städtepartnerschaften mit Imatra in Finnland (ohne Urkunde), Creteil in Frankreich (1980), Staryj Oskol in Russland (1987) und Gotha in Thüringen (1988).

1978:
Im Januar wird die Eissporthalle ihrer Bestimmung übergeben.

1982:
Fertigstellung der Großsporthalle Amselstieg und der Hauptfeuerwache in Lebenstedt. Die Erzförderung im Stadtgebiet endet am 30.6. mit der Schließung von Schacht Haverlahwiese in Gebhardshagen.

1983:
Die Traditionsinsel in Salzgitter-Bad ist vollendet. Mit Kniestedter Gutshaus, Tilly-Haus, Garßenhof, Presse- und Gildehaus gibt sie der Altstadt ein besonderes Gepräge. In Lebenstedt wird das neue Gebäude des Amtsgerichts bezogen.

1985:
Staatliche Anerkennung für Salzgitter-Bad als Ort mit Sole-Kurbetrieb. Das Werk der Robert-Bosch-Elektronik GmbH nimmt seine Produktion auf.

1986:
Erster Schritt zur Sanierung der City Lebenstedt mit Übergabe der Stadtpassage.

1987:
In Lebenstedt bezieht die Polizei ihr neues Dienstgebäude.

1988:
Fertigstellung der neuen Chemnitzer Straße als weiterer Schritt zur Sanierung der City Lebenstedt.

1989:
Bebauung des Schützenplatzes in Salzgitter-Bad; Übergabe des Alten- und Pflegeheimes am Salzgittersee. Salzgitter wird Sitz des Bundesamtes für Strahlenschutz. Die Salzgitter AG wird für 2,5 Milliarden Mark an die Preussag AG verkauft. Aus dem Erlös wird die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück gegründet.

1990:
Im Februar wird der Neubau der Stadtbibliothek in Lebenstedt eröffnet.

1991:
Übergabe des modernisierten Thermalsolbades.

1992:
Salzgitter feiert sein 50-jähriges Stadtjubiläum unter anderem mit einem Festakt und einer Veranstaltungswoche. - Die "Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen" wird aufgelöst. Die Behörde erfasst in den drei Jahrzehnten ihres Bestehens rund 42000 Gewaltakte in der damaligen DDR. Nach vollzogener Einheit übergibt sie die Akten an die Staatsanwaltschaften, die am jeweiligen Ort zuständig sind.

1993:
Die amerikanische Firma Cargill baut am Beddinger Hafen eine Ölmühle mit Mälzerei und produziert für die Nahrungs- und Futtermittelindustrie.

1994:
Die Renovierung des Kniestedter Herrenhauses in Salzgitter-Bad wird abgeschlossen. Dort untergebracht ist u.a. die Zweigstelle der Volkshochschule. Salzgitter wird Standort für den Bereich Transport- und Verkehrswesen der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel.

1995:
Die Stadt erhält mit dem "Monument zur Stadtgeschichte" von Professor Jürgen Weber in der Innenstadt von Lebenstedt ein Wahrzeichen. Abschluss der Innenstadtsanierung und Grundsteinlegung für den Neubau des Bundesamtes für Strahlenschutz in Lebenstedt.

1996:
Im Kniestedter Gutshaus in Salzgitter-Bad wird ein Trauzimmer im Biedermeierstil eingerichtet. Sanierung des Bergfriedes der Burganlage Heinrich des Löwen in Lichtenberg. Die im Tiefbauamt angesiedelte Aufgabe der Stadtentwässerung übernimmt die neugegründete stadteigene ASG Abwasserentsorgung Salzgitter GmbH. Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel erweitert ihr Angebot in Calbecht auf den Bereich Touristik-Betriebswirtschaftslehre.

1997:
Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel erweitert ihr Angebot in Calbecht auf den Bereich Transport und Verkehrswesen. Der Neubau des Bundesamtes für Strahlenschutz in Lebenstedt wird bezugsfertig. Aus Stadtreinigungs- und Fuhramt wird der stadteigene Städtische Reinigungsbetrieb.

1998:
Das Citytor (ehemaliges Hertie-Gebäude) wird eröffnet. Im Atrium des Rathauses wird das BürgerCenter eingerichtet. Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel ergänzt ihr Angebot in Calbecht um den Bereich Sportmanagement.

1999:
Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel weiht ihren Neubau in Calbecht ein.

2000:
Das schwedische Möbelhaus Ikea errichtet im Industriepark Watenstedt ein Auslieferungszentrum. Großer Städtepartnerschaftsempfang aller Partnerstädte im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 in Salzgitter. Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel komplettiert ihr Angebot in Calbecht um den Bereich Mediendesign.

2001:
Einführung der Eingleisigkeit der städtischen Verwaltungsspitze: Der direkt gewählte Oberbürgermeister Helmut Knebel (SPD) übernimmt neben der repräsentativen Tätigkeit auch die Aufgaben eines Verwaltungschefs, die bis dahin vom Oberstadtdirektor wahrgenommen wurde. - Das Städtische Krankenhaus wird privatisiert und trägt nun den Namen Klinikum Salzgitter GmbH.

2002:
Die Landesregierung erklärt Salzgitter neben Braunschweig und Wolfsburg zum Oberzentrum. An der A39 wird der größte Windpark der Region eröffnet. Eröffnung des Technologie- und Gründerzentrums in Salzgitter-Bad.

2003:
Eröffnung der Kinder-Universität an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel in Calbecht. Stadt Salzgitter überträgt Aufgaben der kommunalen Wirtschaftsförderung und des Tourismus an die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS).

2004:
Hallenfreibad Thiede und Freibad Gebhardshagen gehen in private Trägerschaft über. Neues Medienzentrum wird im Alten Dorf in Lebenstedt eröffnet. Privater Betreiber eröffnet Wasserskianlage am Salzgittersee. Stadt verkauft ihr Klinikum Salzgitter AG an die Rhönklinikum AG.

2005
Zahlreiche Veranstaltungen in Salzgitter stehen im Kontext der 60. Wiederkehr des Endes des Zweiten Weltkrieges. Drei der vier jeweils 135 Meter hohen Schornsteine der Sinteranlage in Hallendorf werden aus wirtschaftlichen Gründen abgerissen. Spendengelder ermöglichen die Eröffnung eines stationären Hospizes am Klinikum/Standort Salzgitter-Bad.

2006
Das Einkaufszentrum Apollo-Center in Lebenstedt wird abgerissen. An seiner Stelle soll ein neues Einkaufszentrum (City-Caree) entstehen. Frank Klingebiel (CDU) wird auf acht Jahre zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter gewählt.

2007
2007 entsteht in Lebenstedt das City-Caree mit einer Verkaufsfläche von 10000 Quadratmetern. Für 2008 ist die Eröffnung geplant. Der Rat beschließt auf dem ehemaligen Karstadtareal in Salzgitter-Bad durch die Sallier Bauträger GmbH ein Einkaufscenter errichten zu lassen. Der Rat beschließt die Fusion der Wasser- und Energieversorgungsgesellschaft Salzgitter (WEVG) mit dem Stromgeschäft der E.ON Avacon AG. Oberbürgermeister Frank Klingebiel gibt den Startschuss für die Entwicklung Salzgitters zur kinder- und familienfreundlichen Stadt mit einer Auftaktveranstaltung im Rathaus. Auf diesem Weg beschließt der Rat Ende des Jahres nicht nur eine Absenkung der Kindergartengebühren zum 01.12.2007, sondern auch eine Kindergartengebührenbefreiung zum 01.08.2008. Am 1. Januar 2008 tritt die erste Kinder- und Familienbeauftragte in Niedersachsen, Sylvia Fiedler, ihr Amt an.

Stadteile Salzgitter
Statistischen Bezirke von Salzgitter
Ich habe mich als Kind und als Erwachsener immer gefragt, wo die bezeichnung Abschnitt 1 oder Abschnitt 2 und so weiter her kommt ? Ich erinnere mich immer noch ganz klar wenn meine Eltern sagten das in Abschnitt 1 ein neuer Laden aufgemacht hat, oder das meine Oma in Abschnitt 2 wohnt etc. Ich wusste jedoch niemals wo das her kommt oder warun es so genannt wurde ( wurde weil diese in den 1960 - bis 1980 immer noch als wegweiser benuzt wurder ) Heute benuzt mann das wohl kaum noch ? Ich lebe seid 1989 in den USA, jedoch wenn ich mich mit freunden ueber Salzgitter Lebenstedt unterhalte, und ich frage zb. was hat sich den in abschnitt 2 veraendert ? " dann wissen diese nicht was ich meine.
So ich habe mal nachforschungen eingestellt und habe das folgenden raus gefunden.
Ganz Salzgitter war ( ist ) eingeteil in Statistischen Bezirke und jeder Bezik war dann wieder eingeteilt in Abschnitte. Salzgitter-Lebenstedt – Zuordnung der Statistischen Bezirke oder auch als Sieglung bekannt.

Lebenstedt Abschnitt I  Statistischen Bezirk 050
Lebenstedt Abschnitt II Statistischen Bezirk 051
Lebenstedt Abschnitt III Statistischen Bezirk 052
Lebenstedt Abschnitt IV Statistischen Bezirk 053
Lebenstedt Abschnitt V Statistischen Bezirk 054
Lebenstedt Abschnitt VI Statistischen Bezirk 055
Lebenstedt Abschnitt VII Statistischen Bezirk 056
Lebenstedt Abschnitt VIII Statistischen Bezirk 057
Lebenstedt Abschnitt IX Statistischen Bezirk 058
Lebenstedt Abschnitt X Statistischen Bezirk 059
Lebenstedt Alt Statistischen Bezirk 060
Lebenstedt Krähenriede 061
Lebenstedt Fredenberg 062
Lebenstedt City 063

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